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Stadt Heimbach

Heimbach

Heimbach mit seinen Stadtteilen Blens, Düttling, Hasenfeld, Hausen, Hergarten, Vlatten, ist die südlichste Gemeinde des Kreises Düren und liegt im Deutsch-Belgischen Naturpark Hohes Venn - Eifel. Mit rd. 4.600 Einwohnern auf 65,2 qkm Fläche ist Heimbach die kleinste Stadt in Nordrhein-Westfalen.

Die Höhenlage beträgt 190 bis 525 m über NN. Aufgrund seiner hervorragenden klimatischen Bedingungen ist Heimbach seit 1974 staatlich anerkannter Luftkurort. Der Ort Heimbach liegt idyllisch an der Rur, zwischen den Eifelbergen des oberen Rurtales und ist umgeben von ausgedehnten Wäldern. Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten bietet Heimbach auch vielfältige Freizeitmöglichkeiten ;u.a. ein modernes Freibad, Tennisplätze, Boots- und Kajakverleih, Kinderspielplatz und Bolzplätze, Lehrpfade, Minigolf und 150 km markierte Wanderwege. Im Sommerhalbjahr finden Kurkonzerte und volkstümliche Veranstaltungen im Kurpark und auf Burg Hengebach statt (Termine im Veranstaltungskalender).
        

Inmitten der schützenden Heimbacher Talmulde erhebt sich die Burg auf einem etwa 180 Meter langen und bis zu 40 Meter breiten Grauwackefelsen majestätisch über den Häusern des rd. 1.200 Einwohner zählenden Städtchens. Schon zu Beginn des 11. Jahrhunderts scheint die zunächst kleine, möglicherweise hölzerne und nur unzureichend bewehrte Befestigungsanlage hoch oben über der Rur existiert zu haben. Anfang des 11. Jahrhunderts werden Richizo und dessen Sohn Godizo in den Geschichtsquellen als erste bekannte Herren auf der Burg genannt. 1288 wurde die Burg Sitz eines Jülicher Burggrafen und Heimbach selbst Mittelpunkt eines Jülicher Amtes. 1343 gilt als das Jahr der Stadtgründung, als Markgraf Wilhelm von Jülich Heimbach besondere Freiheiten verlieh. Von da ab wird in der Literatur der vergangenen Jahrhunderte immer wieder von "Stadt", "Städtchen", "Freies Tal" und "Civitas" gesprochen. Beim "großen Brand von Heimbach" im Jahre 1687 wurden nahezu das gesamte Dorf, Kirche und große Teile der Burg vernichtet. Im Lauf der Jahrhunderte durchlebte das historische Gemäuer eine wechselvolle Geschichte. Verschiedene Herrschaften lebten und regierten auf der Festung. Die sich dem heutigen Besucher präsentierende Heimbacher Burg entstand zum überwiegenden Teil erst in diesem Jahrhundert. Die Außenanlagen und der Bergfried sind ganzjährig zu besichtigen, ein Café-Restaurant lädt zur Einkehr ein.

Am Fuße der Burg trifft man auf einige gut erhaltene ältere Fachwerkbauten und die Pfarr- und Wallfahrtskirche. Das Gnadenbild, eine Pieta aus dem Jahre 1471, ist in der neuerbauten Salvatorkirche in einem kostbaren Antwerpener Schnitzaltar aufgestellt. Das Thema des Kreuzaltares findet seine Fortsetzung in der Fensterwand von Prof. Georg Meistermann, Köln (+ 1990). Die Clemenskirche beherbergt einen barocken Hochaltar und weitere sehenswerte Kostbarkeiten, u.a. das Altarbild des Rubens-Schülers Pieter Soutmann.

Das Staubecken Heimbach mit seiner Beton-Gewichtsmauer hat ein Fassungsvermögen von 1,2 Mio m3 und wurde im Jahre 1932 errichtet, um die unterschiedliche Wasserabgabe wegen des wechselnden Strombedarfes der ruraufwärts liegenden Kraftwerke Heimbach und Schwammenauel auszugleichen.

Abtei Mariawald

Oberhalb von Heimbach erhebt sich zwischen den tief eingeschnittenen Tälern der Urft und der Rur das Bergmassiv des Kermeters. Im Nordosten umgeben Buchenwaldungen eine Hochebene, auf der das im 15. Jahrhundert gegründete Kloster Mariawald in 417 m Höhe gelegen ist. Der Ursprung der Klostergründung waren Wallfahrten in der Zeit nach 1470 zur Schmerzreichen Gottesmutter - zu "Unserer Lieben Frau im Walde". 1479 entstand eine kleine, hölzerne Kapelle.

Zwölf Zisterzienermönche zogen mit ihrem Prior an diesen Ort und gründeten ein Kloster. 1511 wurde die spätgotische Kloster- und Wallfahrtskirche geweiht. Von 1480 bis 1802 hüteten die Mönche das Bild Mariens. In den Wirren der Französischen Revolution wurde 1795 das Kloster aufgelöst und größtenteils zerstört. Der wertvolle Schnitzaltar mit dem Gnadenbild konnte in die Pfarrkirche von Heimbach geschafft werden und somit vor der Vernichtung gerettet werden.

Erst 1860 wurde das Kloster wieder von Zisterziensern neu gegründet. Da sie aus der Reform des Klosters La Trappe in Nordfrankreich kamen, werden diese Mönche bis heute Trappisten genannt. Im Jahre 1909 wurde Mariawald in den Rang einer Abtei erhoben. Durch die vielen Wechselfälle der Geschichte ist an Kunstschätzen und Sehenswürdigkeiten aus der Vergangenheit nur wenig erhalten. Die mittelalterlichen Bauten sind für Besucher nicht zugänglich, allein die Kirche steht zur Besichtigung offen.

Nähere Informationen zur Abtei erfährt man in einer Ausstellung, in einem Raum der Buch-und Kunsthandlung Mariawald. In der Gaststätte des Klosters wird täglich eine schmackhafte Erbsensuppe gereicht. Weitere Spezialitäten sind die noch selbst hergestellten Mariawalder Klosterliköre.

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