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Düttling

Düttling hat schon eine lange Vergangenheit. 1182 heißt es Dudlingen. 1213 Dudellinge, 1508 Dotteling und 1543 Duydlingen. Die Anfänge der Siedlung gehen zurück in die römische Zeit. Der Name könnte aus dem lateinischen "tutela" (Schutzbefestigung) kommen oder die Siedlung eines Dudo bezeichnet haben. Als Dudlingen ist der Ort 1181 im Besitz der Abtei Siegburg. Später hat der Hof zu Steinfeld gehört. Im 14. Jahrhundert fiel er an Herzog Gerhard von Jülich, der ihn 1465 gegen 16 Malter Hafer an Joh. Betzenichs Sohn aus Hergarten in Erbpacht gab. Im 18. Jahrhundert entstanden mehrere Höfe. 1789 wurde die erste Kapelle zu Ehren des hl. Donatus eingeweiht. Das Kloster Mariawald übernahm die Seelsorge. Diese Kapelle mußte 1916 abgebrochen werden, wurde aber 1935 durch eine neue Kapelle ersetzt. Die Schutzpatronin der Kapelle ist die hl. Apollonia, die um besonderen Schutz gegen Zahnschmerzen angefleht wird und der hl. Donatus, der Haus und Hof gegen Unwetter und Blitz schützt.Unvergessen für Düttling bleibt das Jahr 1800, in dem eine starke Räuberbande über Düttling herfiel, die Tod, Feuer und große Verwüstungen über den Ort brachten.

1812 umfaßte der Ort 3 Häuser mit 20 Einwohnern. Düttling bildete bis zum 31. Oktober 1850 einen Weiler mit eigenem Gemeindeeigentum. Zur kargen Wirtschaftsgeschichte des Ortes gehörte neben der Landwirtschaft noch der Eisenerz- und Bleiabbau. Seit 1735 sollen hier mindestens fünf Bergwerke existiert haben, deren Ausbeute aber sehr gering war. Topographisch liegt Düttling am Eingang zum Kermeter auf einer Höhe von 390 m NN. Viele niederrheinische Wallfahrer der Matthiasbruderschaften kennen den kleinen Ort.

Hier erreichen sie auf dem Weg nach Trier über die Römerstraße die Eifel, um an der im 30-jährigen Krieg gepflanzten Linde zu rasten. Hier an der Kreuzung treffen sich 4 Wege. Die alte Straße von Berg zieht von hier südwärts ins Tal auf Trier zu, die Provinzialstraße kommt von Hergarten hoch und schwenkt in den Kermeter nach Gemünd. Vom Dorfgemeinschaftsverein wurde in Eigenleistung eine Dorfhalle erbaut, die nunmehr für gesellschaftliche Veranstaltungen oder private Feiern genutzt wird. Unter Mitwirkung der Europäischen Gemeinschaft, des Landes NRW und der Flurbereinigung wurde 1996 eine Dorferneuerungsmaßnahme durchgeführt zur Verbesserung der dörflichen Struktur. In der Denkmalliste der Stadt Heimbach sind u.a. ein Hauskreuz (Familie Nießen, Trierer Str. 8) und ein Steinkreuz mit Korpus (Familie Schweitzer, Düttlinger Str. 13) aufgeführt.


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