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Blens

Blens hat sich im Laufe der Zeit von einem landwirtschaftlich strukturierten Dorf zu einem schmucken Touristenort entwickelt. Der rund 300 Einwohner zählende Ort mit seinen schönen Fachwerkhäusern, die zum Teil vorbildlich restauriert wurden, erhielt 1985 im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" eine Goldmedaille. Der im Sommer reich mit Blumenschmuck erstrahlende Ort erfreut jeden Besucher. Nachdem Kanalisationsarbeiten im Jahre 1994 abgeschlossen wurden, konnte im Rahmen eines Dorferneuerungsprogramms die dörfliche Struktur weiter verbessert werden.

Spätestens um die Mitte des 12. Jahrhunderts existierte in Blens eine burgähnliche Wohnanlage. In Schenkungsurkunden der Kölner Erzbischöfe, die neben ihrer sakralen Aufgabe auch Territorialfürsten waren, finden sich im 12. Jahrhundert ein Johann von Blens (1112-1136) und ein Anton von Blens (1193-1197). Burg Blens stammt in ihrer heutigen Gestalt aus einem Umbau des Jahres 1791. Ein vierflügeliger Wirtschaftshof umgibt das zweigeschossige Herrenhaus. Eine bemerkenswerte Seltenheit ist die heute noch gut erhaltene Hofpflasterung der Burg aus Rurkieseln. Unmittelbar vor dem Wirtschaftshof liegt die St.-Georg-Kapelle, ein kleiner Bruchsteinbau. Früheste Erwähnung findet die Kapelle in einer Urkunde aus dem Jahre 1371.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kümmerten sich die Blenser um die Errichtung einer neuer Kapelle, da das alte Gotteshaus baufällig geworden war. Der 1807 fertiggestellte Neubau wurde den Heiligen Georg und Blasius geweiht. Eins der herausragenden Ereignisse unter der preußischen Verwaltung war der Bau einer großen, hölzernen Rurbrücke in Blens im Jahre 1833. Die erste steinerne Brücke wurde 1881 fertiggestellt.

Am 1. August 1903 wurde die Bahnlinie Kreuzau-Heimbach bis Blens für den Verkehr freigegeben. Heutzutage verbindet die Dürener Kreisbahn mit dem Regiosprinter die Städte und Orte von Düren bis Heimbach und zu bestimmten Terminen verkehrt auch eine alte Dampflok auf der Rurtalbahnstrecke.

Zu erwähnen ist noch, daß der Ort namensgebend wurde für die Blenser Felsen (Jufferlei, Breideslei und Engelslei), die sich rechts der Rur erstrecken. Sie sind wegen der Nistplätze von Wanderfalke und Uhu bereits 1953 als "Vogelfreistätte Buntsandsteinfelsen bei Blens" unter Naturschutz gestellt worden. Seit 1990 ist das Betreten und Klettern an den Felsen nicht mehr gestattet. Blens bietet auch ausgezeichnete Wandermöglichkeiten, eine Tennisanlage, einen vogelkundlichen Lehrpfad und einen Grillplatz am Waldrand


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